Heimat

Nun ist es also soweit. Operative Angestellte von Fußballvereinen, sonst mit Geld selbst über Engagements in China, der Ukraine, Katar und sogar Wolfsburg hinwegtröstbar, haben die weichen Faktoren des Daseins für sich entdeckt: den Schoß der Familie, den immerwährenden Dank der Gattin, die auf der Kaufingerstraße im Shoppinghimmel angekommen ist, den Föhn, die Wiesn, eine barrierefreie Villa in Bogenhausen. Denn wenn man dann mit 38 in Rente geht, will man ja auch nicht mehr umziehen müssen. Diese Entwurzelung im Herbst des Lebens, das hält ein alter Baum nicht aus. Daher hat sich der Zwitscherer Marco Mingablog (https://twitter.com/mingablog) dazu entschlossen, ein bisserl Willkommenskultur für den Mats zu zelebrieren, mit all ihrer herzerwärmenden Kaminknisterigkeit. Nun hat der Bub es in der Fremde zu etwas gebracht, dann darf er auch wieder zurück. Ganz und gar andersherum als im Lukas-Evangelium zwar, bayrisch eben, aber sei’s drum. Beim FC Bayern nimmt man ja sogar Wirtschaftsflüchtlinge aus Vereinen aus der zweiten Reihe auf, die sich bei den Bayern sportlich absolut vorhersehbar durch drei Jahre Bankdrückerei ruinieren, sich wirtschaftlich jedoch ein Polster für ihr ganzes restliches Leben anfuttern können.

Sympathisch eigentlich. Wären da nicht all die bresttransportierenden Aromen des bayrischen Heimatbegriffs, die gerade all denen entgegenschlagen, die dort zwischenzeitlich ihr Haupt betten zu dürfen hoffen.

SPOILER: Die Bildkombination oben ist strikt satirisch. Weder soll damit Seine Majestät Horst I. noch sonstwer Gekröntes beleidigt werden.

 

 

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